Mobilität

Schöne Brücken braucht das Land

7. November 2019

Wenn Ingenieur*innen und Architekt*innen Hand in Hand arbeiten


In Vorarlberg, ganz im Westen Österreichs, windet sich eine Gebirgsstraße gute zehn Kilometer durch Felsen, über Flussläufe entlang der grünen Vegetation. Diese Straße führt von der Kleinstadt Dornbirn in den entlegenen Stadtteil Ebnit, ein Dorf, das heute ungefähr 130 Einwohner hat. 1927 wurde die Straße fertiggestellt, die Tunnel, die man zwischen Ebnit und Dornbirn passiert wirken, als wären sie gestern erst in den Stein gehauen worden. Viele Einwohner*innen Ebnits legen zwei Mal täglich diese Strecke zurück, auf dem Weg zum Arbeitsplatz. Mit anderen Worten: Diese Straße ist wichtig, wie eine Lebensader. Als hier neue Brücken gebaut werden mussten, suchten sich die betreuenden Ingenieure das in Feldkirch ansässige Architekturbüro marte.marte aus. Die Betonbrücke wirkt so, als wüchse sie aus dem umliegenden Felsgestein heraus, sie bildet in ihrer modernen Formsprache einen Kontrast zum Fels, fügt sich aber mühelos in die Umgebung ein. Seit 2005 wird diese Brücke befahren.

In Vorarlberg gibt es ein engmaschiges Netz aus Handwerker*innen, Designer*innen, Architekt*innen und Künstler*innen, die viel Wert auf gute Kooperation legen. Verena Konrad, Direktorin des Voralberger Architektur Institut, spricht in der Dezember-Ausgabe des The Sooner Now Podcast über die Zusammenarbeit in der Region und warum Dornbirn ein gutes Beispiel für das Einwirken der Kommune auf den öffentlichen Raum ist.
Fotographie: Aimee Shirley