Zukunft

Metropolis, die Stadt der Zukunft

18. Juli 2019

Am 10. Januar 1927 feiert der Science Fiction Stummfilm Metropolis von Fritz Lang seine Premiere. Diese Bilder kannte man damals nicht: eine Stadt mit in den Himmel ragenden Riesentürmen. 

Ein Roboterwesen, das sich in eine Frau verwandelt. Hunderte Menschen, die von Wassermassen überflutet werden. Die filmische Vision einer Großstadt gilt heute als Meisterwerk des expressionistischen Filmemachers, erntete zu seiner Zeit jedoch viel Spott und floppte in den Kinos.

Fritz Lange wuchs als Sohn eines Architekten und Stadtbaumeisters in Wien auf und begann nach der Schule ein Studium der Architektur, wechselte jedoch später an die Wiener Akademie der Künste. Nach einer Reise nach New York entstand 1924 seine Arbeit zu Metropolis, die Geschichte einer aus Hochhäusern mutierten Riesenstadt mit ausgeprägter Zweiklassengesellschaft. Die Architektur erinnert an damals existierende Wolkenkratzer in der amerikanischen Hauptstadt. 

Mit dieser Stadt-Vision hat Metropolis Geschichte geschrieben, weit über seine Entstehungszeit hinaus. Es ist aber auch der Film, der mehr als jeder andere von den Erfahrungen der noch jungen Großstadt Berlin in den zwanziger Jahren lebt. So erinnert das alles überragende Turmhaus, an den damaligen Entwurf der Friedrichsstraße und zeigt das Interesse und die Leidenschaft mit der Fritz Lange mit seinen Filmarchitekten an den Konstruktionen einer modernen Stadt arbeitete. 

Von Chaplins Moderne Zeiten über Blade Runner oder Star Wars bis zum japanischen Animationsfilm Metoroporisu hat Metropolis zahlreiche Filme beeinflusst und ist somit sogar im visuellen Gedächtnis derer verankert, die den Film noch nie gesehen haben. 


Ein Filmabend lohnt sich! 

Text: Lena Heiß