Nachbarschaft

Warum teilen wir Küche und Wohnzimmer eigentlich noch nicht?

4. Juni 2019

Jahr: 2019

Architekten: June14 Meyer-Grohbrügge & Chermayeff, Berlin

Im Westen Berlins entsteht ein spannendes Wohnmodell. Johanna Meyer-Grohbrügge und ihr Architekturbüro June 14 bauen ein Haus mit überlappenden Räumen. Wer möchte, kann sich Küche, Wohn- oder Gästezimmer teilen.

Sechs Türme passen sich den Straßen an, die um sie herum führen. Sie umschließen einen halbkreisförmigen Hof. Die Türme überlappen sich, horizontal wie vertikal. Zwischen den einzelnen Wohneinheiten gibt es keine klaren Grenzen, sie verschwimmen durch die Verbindungs- und Gemeinschaftsräume, die sie zusammenhalten. Die Struktur des Gebäudes ist ein Kontinuum. Jede Wohnung hat ihre eigenen räumlichen Eigenheiten, manche von ihnen sind durch geteilte Räume verbunden. Weder das Zusammenleben noch die geteilten Räume drängen sich durch die Architektur auf. Die Flexibilität des Gebäudes erlaubt es den Bewohnerinnen, die geteilten Räume ihren eigenen Bedürfnissen anzupassen. Zur Planung und Finanzierung des Projekts fanden sich verschiedene Parteien als Baugruppe zusammen. Die harten Fakten:

Bauherr: Kurfürstenstraße 142 GbR

Gesamtfläche Wohnen und Gewerbe: 3.400m²

Wohneinheiten: 21

Stockwerke: 10

Bauart: Bodenplatten und Treppenkernwände aus Stahlbeton, Stahlverbundstützen, Stahl-Glassfassade

Baubeginn: August 2012

Fertigstellung: 2019